Panama Papers: What should we think about it?

  1. As usual, the matter is more complicated and has to be judged more nuanced than most of the press and politicians do. Just like nearly everything, offshoring is neither good nor bad, but the circumstances make it so.
  2. There is clearly a “dark side” of the matter: Funds of criminal origin or such that have illegally avoided justified taxation are hidden through offshore structures. This is just another form of ordinary crime and needs to be investigated and punished accordingly.
  3. A considerable number of cases are probably completely “white”: Transparent and fully taxed structures with purposes such as procedural or administrative matters, cash pooling, neutral legislation in international transactions etc. It is a basic and unsolved problem of this “Panama Papers” kind of journalism that persons or institutions are shamed and blamed publicly together with criminals, causing them potentially big reputation and other damages.
  4. Most delicate are the “grey zone” cases which I guess are the majority, for example:
  • Funds are hidden from criminal corrupt systems. There are still many countries where the funds from taxations go to a big extent into private pockets instead of serving public purposes. Is this better than having them offshore, in particular under the aspect that a part of the offshore funds is re-invested into productive activities in their countries of origin?
  • Funds are hidden from political and similar risks. Some countries have often political turmoil that leads to expropriating belongings of political, geographical, ethnical or religious minorities. Of course, such hidden funds cannot be declared and taxed; this would destroy the protection.
  • Funds were offshored in a legally correct way, but became illegal later. Under some (also big) legislations, it is possible, that statutes or even court decisions make behaviour retroactively illegal, even criminal. In Switzerland, this would break constitutional principles, and it is arguable, that funds should be protected from this kind of “legal” problems.
  1. Another very delicate aspect of the matter and of this kind of journalism is, that it is obviously misused for purposes that are in direct contradiction to those that are used to justify them (i.e. the theft involved in getting the information). Whilst already since 1977 all Swiss banks agreed to money laundering rules (which require identification of beneficial owners and forbid active support of tax evasion), it seems that an (increasing?) number of e.g. US states do until today not even register beneficial owners. This leads to the fact that only few Americans are mentioned in the Panama Papers: Unlike Panama and most other offshore legislations, these states do not even know, whose money they hide. The effect of disclosure journalism such as the Panama Papers will be, that more funds of any kind will go to places where the money laundering defence is considerably lower!

The consequence for persons who want to protect their funds in a legal way is to be very diligent where and how they do it and get good advice instead of just choosing simple and cheap solutions that bring them into the same pot together with a lot of clients from the dark side of the business.

Jürg Martin, martin@msmgroup.ch

Aktivierung oder Aufwand im neuen Rechnungslegungsrecht?

von Hansrudolf Metzger, metzger@msmgroup.ch, Tel. +41 (52) 269 21 02

Art. 57 DBG (Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer) stellt klar, dass der Reingewinn Gegenstand der Gewinnsteuer sei, wobei Art. 58 Abs. 1 Ziff. a DBG die Erfolgsrechnung als Basis zur Ermittlung des steuerbaren Reingewinns bezeichnet. Die kantonalen Steuergesetze kennen ähnliche Regeln. Die für die Steuerfestlegung massgebliche Erfolgsgrösse ermittelt sich deshalb ausgehend vom Saldo der gem. OR (Obligationenrecht) erstellten Erfolgsrechnung (vgl. Art. 58 Abs. 1 lit. a DBG, «Generalklausel»). Vom gem. OR ermittelten Gewinn resp. Verlust kann jedoch dann abgewichen werden, wenn besondere steuerliche Gewinnermittlungsvorschriften bestehen.

Aufrechnungspflicht im Steuerrecht  

Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG berechtigt die Steuerbehörden zu einer Aufrechnung der „Kosten für die Anschaffung, Herstellung oder Wertvermehrung von Gegenständen des Anlagevermögens“. Aus Sicht des Steuergesetzes soll damit sichergestellt werden, dass aus steuerrechtlicher Sicht aktivierungspflichtige Investitionen als Anlagevermögen kontiert und nicht lediglich als Aufwand (z.B. Kontierung der Erneuerung wesentlicher IT-Gerätschaften als „übriger betrieblicher Aufwand) über die Erfolgsrechnung gebucht werden.

Aus obligationenrechtlicher Sicht bietet diese Bestimmung in der zukünftigen Praxis vermutlich nur ein geringes Problem. Art. 959 Abs. 2 OR postuliert bereits eine Pflicht zur zwingenden Aktivierung von Vermögenswerten, sofern diese die Merkmale bez. Aktivierungspflicht erfüllen. Damit wird ein Verstoss gegen die Aktivierungspflichten des Art. 959 Abs. 2 OR wohl mittels einer sog. Bilanzberichtigung  steuerrechtlich behandelt werden.

Fazit zur Kontierung

Gem. Art. 960a Abs. 4 dürfen somit zusätzliche Abschreibungen und Wertberichtigungen zu Wiederbeschaffungszwecken sowie zur Sicherung des dauernden Gedeihens des Unternehmens gebucht werden. Dies führt dazu, dass nach einer Kontierung als Aktivum zeitnah Abschreibungen auf diesem Aktivum zu buchen sind (eine sofortige Aufwanderfassung ist handelsrechtlich problematisch). Gerade aber der Zusatz „zur Sicherung des dauernden Gedeihens des Unternehmens“ wird in der Praxis regelmässig als Begründung dazu genommen, willkürlich tiefe Aktiven zu erwirken. Schon in der bundesrätlichen Botschaft (21.12.2007) wurde skizziert, dass die steuerrechtliche Würdigung durch diese handelsrechtliche Praxis nicht präjudiziert wird, d.h. dass die Steuerbehörden eigene Massstäbe zur Festlegung der Abschreibungshöhe festlegen können.  Die Schweizerische Steuerkonferenz (SSK) kommt in ihrer bereits im Februar 2013 veröffentlichen Analyse deshalb zur Erkenntnis, dass Abschreibungen und Wertberichtigungen gem. Art. 960a Abs. 4 OR (mit Ausnahme der Einmalabschreibungen) nicht als geschäftsmässig begründet anzuerkennen seien. Das Ende 2014 veröffentlichte „Update“ bestätigt diese Einschätzung.

interessiert mich (Email an MSM; wir melden uns)

 

 

Auswirkung der FABI-Vorlage auf die Privatanteilsberechnung bei der Mehrwertsteuer

von Hans Rufolf Metzger, metzger@msmgroup.ch, Tel. +41 (52) 269 21 00

Als Folge der FABI-Vorlage ist ab 2016 der Fahrkostenabzug bei der Direkten Bundessteuer auf CHF 3‘000 begrenzt und dies auch für Arbeitnehmer mit Geschäftschäftsfahrzeugen. Belaufen sich die Kosten des mit CHF -.70 pro km berechneten Arbeitsweges auf mehr als CHF 3‘000 pro Jahr, stellt der übersteigende Betrag für die Direkte Bundessteuer übriges Einkommen dar.

Da stellt sich natürlich die Frage, welche Auswirkungen die Begrenzung des Fahrkostenabzuges auf die mehrwertsteuerliche Privatanteilsberechnung solcher Geschäftsfahrzeuge hat. Die ESTV hat sich dazu bisher nicht offiziell geäussert. Der Bundesrat hat aber eine entsprechende Frage von NR Albert Vital am 21. September 2015 dahingehend beantwortet, dass die Hauptabteilung MWST der ESTV und auch das Bundesamt für Sozialversicherungen davon absehen wird, den mit dem Geschäftsfahrzeug zurückgelegten Arbeitsweg als entgeltliche Leistung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer zu besteuern. Die Begrenzung des Fahrkostenabzuges infolge der FABI-Vorlage kat somit keine Auswirkungen auf die Privatanteilsberechnung bei der MWST. Die bisherige MWST-Info 08 „Privatanteile“ gilt unverändert.

 

 

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