Business Angels

Abgesehen vom etwas reisserischen Titel: Lesenswerter Beitrag in der NZZ.

„Business-Angels sind Kapitalisten in Reinform | NZZ

Immer nah an der Innovation, den Totalverlust riskierend: Risikokapital für Startups bereitzustellen, ist eine Jagd für nervenstarke Investoren. “

Zu ergänzen ist, dass der Übergang vom „kapitalistischen“ Business-Angel zum eher emotionalen „Freund und Familie“-Investor fliessend ist. Meist entscheiden verschiedene, rationale und andere Faktoren über den Investitionsentscheid. Erstaunlicherweise grossen (und zuweilen sehr marktverzerrenden) Einfluss können auch Vermittler haben. Akzentuiert gesagt, kann ein begnadeter Verkäufer fast alles (leider auch unseriöses) platzieren und finden viele sehr seriöse Unternehmer kaum Geld mangels Verkaufstalent.

Ebenfalls zu ergänzen unter Beispiele für Business-Angels Clubs: Die MSM Investorenvereinigung (www.msmgroup.ch/investorenvereinigung).

martin@m-win.ch

 

 

Travel in Your Own City

Where: Winterthur, Schweiz
About: Transformation – Industriekultur im 21. Jahrhundert
When: 27. Oktober

Begleiten Sie die Berliner Kunstreiseplattform Where About Now – Travel Experiences Guided by Art (WAN) und erkunden Sie gemeinsam, welche Spuren von dem Industriezeitalter in der heutigen Kreativszene der Stadt sichtbar sind.

Beginnend mit einer interaktiven Annäherung an die Geschichte der industriellen Architektur der Stadt, gefolgt von einer Führung durch das 12. Jungkunst-Festival in der Halle 53, einer 5500 m2 großen Industriehalle, bewegen wir uns einen Nachmittag in ein anderes Zeit-Raum-Gefüge. Zusammen mit den Künstlern und Kuratoren lassen wir den Abend entspannt ausklingen.

Anmeldung und weitere Informationen: contact@whereaboutnow.com oder sekretariat@-win.ch.

Der Anlass wird organisiert in Zusammenarbeit mit der MSM Gruppe (www.msmgroup.ch).

WAN ist offen zur Aufnahme von Investoren für das weitere Wachstum und präsentiert sich währen dem Anlass interessierten Mitgliedern und Freunden der MSM Investorenvereinigung.

Produkt- und Unternehmenspräsentation mit Apéro: www.miraminds.com

Montag, 23. Juli, 17 bis ca. 1830 Uhr bei MSM am Garnmarkt 10, Winterthur

Miraminds (www.miraminds.com) spart IT Supportern enorm Zeit und repetitive Arbeit.

Diese Einladung ergeht an möglicherweise interessierte Investoren und Nutzer.

 

Am deutschen Business Angel Tag haben wir Miraminds kennengelernt und waren sofort begeistert! Damit Sie das Produkt aus erster Hand kennenlernen, wird das Gründerteam wird persönlich anwesend sein. Über 400 Unternehmen in Europa nutzen die Software bereits. Zufriedene Schweizer Referenzkunden: Migros Basel und Kanton Basel Stadt.

Für IT Supporter: Die Miraminds Dokumentations-Software Flowshare ermöglicht, Arbeitsprozesse automatisiert aufzuzeichnen und Anwenderwissen effizient weiterzugeben. Die Folgeanwendung Flowguide (Launch 2018) erkennt den aktuellen Arbeitsschritt des Nutzers und gibt individuelle Hilfestellung. Dadurch werden IT-Abteilungen entlastet, Onboarding-Prozesse neuer Mitarbeiter erleichtert und eine erfolgreiche Software-Nutzung im Unternehmen sichergestellt.

Für Investoren: Miraminds UG (haftungsbeschränkt), Hamburg, benötigt zwecks Finanzierung der Fertigstellung und Vermarktung der Produktreihe EUR 1 Mio. Für die Hälfte davon besteht ein unterzeichnetes Term Sheet mit der hamburgischen Investitions- und Förderbank (www.ifbhh.de).

Wir freuen uns auf grosses Interesse und bitten um Anmeldung bis … an sekretariat@msmgroup.ch.

Wir bitten um Anmeldung bis 16. Juli an sekretariat@msmgroup.ch.

J.Martin (martin@-win.ch)

 

Gratis coworken bei MSM

Die MSM Gruppe erbringt einen weiteren Beitrag zur wirtschaftlichen Belebung des Region Winterthur: Im MSM Coworking Space am Kirchplatz (Garnmarkt 10; Erdgeschoss des Landbote-Hauses) werden ab sofort Arbeitsplätze unentgeltlich angeboten. Wenn die Nachfrage höher ist als das Angebot, bevorzugt MSM Ansiedlungen und Startups, die in der Region Arbeitsplätze schaffen wollen.

Jürg Martin, martin@m-win.ch

KISS gilt auch beim Geldsammeln

Der in verschiedener Hinsicht interessante BGE B-1561/2016, B-4177/2016 vom 21.3.18 soll hier nicht vertieft besprochen werden, sondern lediglich die hauptsächliche Lehre daraus: „Keep it simple and stupid“ gilt auch beim Aufnehmen von Geld am Kapitalmarkt. Hätte die im Entscheid betroffene Gesellschaft sich nicht eine Holdingstruktur gegeben und Aktien durch ihre Muttergesellschaft verkaufen lassen, sondern sie ganz einfach selber direkt platziert, wäre das ganze Unglück wohl nicht über sie hereingebrochen. Abgesehen von den Kosten, die so gespart worden wären.

Im weiteren zeigt der Entscheid, wie die Finma durch einseitige Anwendung des Konstrukts „Gruppenbildung“ künstlich eine Widerrechtlichkeit erschaffen wollte, wo bei konsequenter Anwendung (oder bei Weglassen) dieses Konstrukts gar keine war. (Ceterum censeo: Man fühlt sich ans Steuerrecht erinnert, wo die wirtschaftliche Betrachtungsweise schwere Schlagseite zu Lasten der Steuerpflichtigen hat). Das BGer hat dem erfreulicherweise einen Riegel geschoben.

Leider war es dann am Ende nicht so konsequent, auch festzustellen, dass die von der Finma getroffenen Massnahmen übermässig waren, sowieso angesichts des Ergebnisses in der materiellen Hauptfrage, aber auch aus damaliger Verdachts-Sicht. Ohne den Sachverhalt über das Publizierte hinaus zu kennen, nehme ich doch an, dass das Ziel der (superprovisorischen!) Massnahme, weitere Investoren vorerst abzuhalten, auch mit viel weniger einschneidenden Massnahmen als der Veröffentlichung im Handelsregister hätte erreicht werden können. Ist den Verantwortlichen der Finma bewusst, dass sie damit das wirtschaftliche Leben von Betroffenen langfristig und irreversibel zerstören können? Und das, ohne dass sie vorerst überhaupt angehört werden und auch dann, wenn schlussendlich materiell nichts hängen bleibt.

Es ist sehr bedauerlich, dass sich in unser Kapitalmarktrecht und in das Verhalten der Finma immer mehr eine wohl amerikanisch inspirierte „Cowboy-Mentailtät“ einschleicht: Zuerst massiv schiessen, dann genauer schauen. Es darf nicht sein, dass bei uns, wie in den USA offenbar üblich, Finanzinstitute den sicheren Tod erleiden, nur weil ein Staatsanwalt Anklage erhebt oder eine Verwaltungsbehörde superprovisorische Massnahmen anordnet. Die Finma und das Bundesgericht sollten dringend in sich gehen und die hiesige Rechtstradition aufrecht erhalten, wonach staatliches Handeln verhältnismässig und unter möglichster Schonung der Betroffenen zu erfolgen hat. Insbesondere, solange diese sich noch nicht einmal äussern konnten.

Jürg Martin / martin@m-win.ch