Insolvenzentschädigung: Lohn von der ALV bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers

Wenn der Arbeitgeber nicht zahlt – Schadensminderungspflicht im Vorfeld und während des Konkurs- und Pfändungsverfahrens bei Zahlungsausständen im Arbeitsverhältnis

von hauser@m-win.ch, Tel. +41 (52) 269 21 00

Wenn der Arbeitgeber plötzlich nicht mehr zahlt, muss der Arbeitnehmer gewisse Massnahmen ergreifen, um den Ausstand einzufordern. Kommt der Arbeitnehmer diesen Pflichten nicht hinreichend nach, verliert er seinen Anspruch auf Insolvenzentschädigung. Damit Ihnen dies nicht passiert, möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über Ihre Pflichten bei Zahlungsausständen im Arbeitsverhältnis geben.

Gemäss Art. 55 Abs. 1 AVIG muss der Arbeitnehmer im Konkurs- oder Pfändungsverfahren alles unternehmen, um seine Ansprüche gegenüber dem Arbeitgeber zu wahren, bis die Kasse ihm mitteilt, dass sie an seiner Stelle in das Verfahren eingetreten ist. Danach muss er die Kasse bei der Verfolgung ihres Anspruchs in jeder zweckdienlichen Weise unterstützen, Art. 55 Abs. 2 AVIG.

Die Pflicht alles zur Wahrung seiner Ansprüche zu unternehmen tritt gemäss Rechtsprechung (vgl. BGE 114 V 60) jedoch nicht erst im Pfändungs- oder Konkursverfahren ein, sondern schon vorher.

Während des Arbeitsverhältnisses wird in der Regel nicht verlangt, dass der Arbeitnehmer gegen den Arbeitgeber eine Betreibung einleitet oder eine Klage einreicht. Die Lohnforderung muss jedoch in eindeutiger und unmissverständlicher Form geltend gemacht werden. Wenn es sich um erhebliche Lohnausstände handelt oder mit konkretem Lohnverlust zu rechnen ist, sind weitere Schritte erforderlich. Eine Verletzung der allgemeinen Schadenminderungspflicht kann zu einem Verlust des Anspruches auf Insolvenzentschädigung führen; dies dann, wenn der versicherten Person vorsätzliches oder grobfahrlässiges Handeln oder Unterlassen vorgeworfen werden kann.

Nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses muss der Arbeitnehmer schnell und konkret gegen den Arbeitgeber vorgehen, d.h. die offenen Lohnforderungen auf dem Vollstreckungsweg unmissverständlich einfordern. Tut sie dies nicht, verliert sie wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht ihren Anspruch auf Insolvenzentschädigung. Inwieweit Massnahmen zur Realisierung der Lohnansprüche für die versicherte Person aufgrund ihrer Schadenminderungspflicht zumutbar sind, wird nach den gesamten Umständen des Einzelfalles beurteilt. Nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses werden die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht strenger beurteilt als währenddessen. Dies rechtfertigt sich umso mehr, als es für den Arbeitnehmer nach der Auflösung des Arbeitsverhältnisses keinen Grund mehr gibt, von einer gezielten Geltendmachung der Lohnausstände abzusehen.

Wenn Sie Hilfe bei der Durchsetzung Ihrer Forderungen brauchen, helfen wir Ihnen gerne weiter.

Interessiert mich (Email an sekretariat@m-win.ch; wir melden uns )

Der ideale Verwaltungsrat

Einen Verwaltungsrat ideal zusammenzustellen ist nicht einfach. Eine der Hürden ist, Kandidaten mit dem als richtig definierten Profil überhaupt zu finden. Dabei lassen wir uns bei Bedarf unterstützen durch www.vrmandat.com.

Weitere Informationen dazu geben folgende Links:

2016_skv_vrmandat

http://www.unternehmerzeitung.ch/uz-praxis/vr-praxis/ausgewogener-mix/

http://www.wirtschaftregional.li/liechtenstein/wirtschaft/Der-VR-aus-dem-Netz;art173,145900

Jürg Martin (martin@m-win.ch)

 

Fachanlass „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz“

Donnerstag, 27. Oktober 2016 von 18 bis ca. 20Uhr

Moderation: Jakob Bächtold, Stv. Chefredaktor Der Landbote

Wir laden Sie herzlich ein zu einem Fachanlass über die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz aus Sicht einer Betriebswirtin, eines Psychologen und des Juristen. Der anschliessende Apéro schafft Zeit für interessante Diskussionen.

Auf Ihr zahlreiches Erscheinen am Garnmarkt 10 in Winterthur freuen wir uns!

Programm

Anmeldung bitte bis 23.10.16 an success@msmgroup.ch

Страхование Вашего бизнеса в Швейцарии

Подготовила Кристина Гришина, grishina@m-win.ch, Tel. +41 (52) 269 21 00

 

Одним из главных пунктов создания малого и среднего бизнеса в Швейцарии является обязательное страхование не только работников фирмы, но и самого бизнеса. Данная статья поможет разобраться, какие виды страхования существуют, какие являются обязательным, а также какова процедура страхования.

В первую очередь различают два типа страхования: социальное как для фирмы, так и для ее работников и производственное. На вопрос какие же виды являются обязательными, а какие нет, ответит установление формы бизнеса. Таким образом, самостоятельные предприниматели, партнерства, товарищества и коллектиные общества с ограниченной отвественностью являются отвественными за свое социальное страхование. Однако в акционерных обществах или в обществах с ограниченной отвественностью не только компания, но и каждый работник является отвественным за обеспечение социального страхования. Работники не считаются самостоятельными предпринимателями в компании, поэтому в таком случае страхование будет считаться обязательным.

Впродолжении следует рассмотреть подвиды страхования для малого и среднего бизнеса. Первым является производственное страхование. Он дает возможность решить самостоятельно, какие типы рисков компания хочет покрыть. В производственное страхование включены: страхование гражданской отвественности или страхование активов, страхование имущества, техническое страхование, страхование здоровья, а также специальное швейцарское страхование рисков, связанных с экспортом.

Страхование гражданской отвественности или страхование активов является одним из самым важных видов, поскольку в каждой индустрии есть свои риски, такие как, например, некачественная продукция, риски загрязнения окружающей среды, заводские дефекты и так далее. Также в эту группу входит страхование при сбое производства, подразумевается, остановка работы машины, проблемы при транспортировке продукции и тому подобное. К тому же такое страхование покрывает финансовые последствия приостановки бизнеса (прямые затраты и упущеная прибыль).

Следущим видом страхования является страхование имущества, которое включает в себя страхование недвижимостии страхование движимого имущества (товары, оборудование, инструменты, компьюторы, транспортные средства и т.д.) Страхование здания является обязательным только в том случае, если оно является собственностью фирмы, в любюых других случаях применяется страхование движимого имущества, которое находится в собственности компании за исключением самой недвижимости. В основном страхование движимого имущества покрывает базовые повреждения при пожаре, краже и так далее.

В Швейцарии существует также отдельное страхование техники, которое покрывает ущерб, нанесенный техническому оборудованию, включая компьюторы, для которых доступны также разные другие решения страхования.

Одним из важных вопросов для компаний является страхование жизни и здоровья своих работников в случае болезни, несчастных случаев, инвалидности и летального исхода. Безусловно, такой вид страхования покрывает ущерб, если одно из перечисленных случилось в рабочее время и на рабоем месте.

Страхование экспортных рисков является одним из специальных типов в Швейцарии, который покрывает риски связанные с экспортом товаров как, например, коммерческие (несостоятельность клиента) или политические в стране назначения (чрезвычайное положение).

В Швейцарии существует еще множенство видов страхования, и система является достаточно сложной, что может потребовать помощи специалиста. Наша компания будет рада помочь Вам при выборе страхования, подходящему Вашему бизнесу.

 

  1. Versicherungen: Was ist obligatorisch, was sinnvoll?

https://www.kmu.admin.ch/kmu/de/home/praktisches-wissen/kmu-gruenden/firmengruendung/versicherungen.html

  1. Versicherungsarten

http://www.gruenden.ch/gruendungsetappen/vorbereitung/versicherung-und-vorsorge/versicherungsarten/

Мне интересно (info@msmgroup.ch)

 

Bore-out – Unterforderung im Berufsalltag

von e.martin@msmgroup.ch

Unterforderung im Berufsalltag kann genauso krank machen wie Überforderung, interessanterweise sogar mit ähnlichen Symptomen. Im Gegensatz zu Burnout-betroffenen Mitarbeitenden getrauen sich die Bore-out-Betroffenen weniger, damit zu einem Arzt oder ihrem Vorgesetzten zu gehen.

Was steckt dahinter, wenn Arbeitgeber ihre Mitarbeiter eigentlich nur „parkieren“, ihnen nicht genug Arbeit geben, sie unterfordern? Die Autoren Philippe Rothlin und Peter R. Werder nennen dieses Phänomen Bore-out. Dieser Begriff kommt von „boredom“ zu Deutsch Langeweile. Bore-out betroffen sind vor allem Menschen, welche an einem Schreibtisch arbeiten und Beschäftigung vortäuschen. Akten hin und her schieben, E-Mails sortieren, vielleicht auch ein Internet-Spiel spielen, sinnlos in irgendwelchen Dokumenten herumtippen, chatten und dabei immer sehr beschäftigt aussehen. Sie tun dies nicht etwa aus Faulheit, nein oft sind es sehr leistungsbereite, fleissige Mitarbeiter, welche betroffen sind.

Bore-out kann sich durch Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen oder die Unfähigkeit, das Leben zu geniessen, bemerkbar machen. Bore-out-Betroffene gehen nach einem langen Tag der sinnlosen Beschäftigung oft todmüde nach Hause. Der Stress der Unterforderung, der qualitativer oder quantitativer Art sein kann, kann auch körperliche Symptome hervorrufen, wie z.B. Magenbeschwerden, Schwindel, Tinnitus oder Kopfschmerzen. Dieser Zustand kann bis zu einer Erschöpfungsdepression gehen und schlussendlich zu einer Krankschreibung über lange Zeit.

Bore-out-Betroffene verstehen es oft sehr gut, ihren unglücklichen Zustand zu verbergen. Durch ausgeklügelte Strategien wirken sie immer sehr beschäftigt, ja zum Teil sogar überbeschäftigt. Sie sind oft sehr lange im Büro. Die direkten Vorgesetzten sind oft die letzten, welche den Zustand des Mitarbeitenden überhaupt bemerken.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/Zwei-unproduktive-Stunden-pro-Tag-sind-der-Durchschnitt/story/16930177

www.hrm.uzh.ch/static/fdb/uploads/ma_manuela_probst.pdf

interessiert mich (Email an MSM; wir melden uns)

 

Unbezahlter Urlaub

von Elsbeth Martin, e.martin@msmgroup.ch, Tel. +41 (52) 269 21 02

Was ist beim beziehen eines unbezahlten Urlaubs besonders zu beachten.

Viele Arbeitnehmer gönnen sich irgendwann im Arbeitsleben einen unbezahlten Urlaub, sei dies für eine Weiterbildung, eine Auszeit, eine Reise etc.. Dabei gilt es zu beachten, dass  ein unbezahlter Urlaub, der länger als einen Monat dauert viele Auswirkungen auf den Versicherungsschutz nach sich zieht.

Familienzulagen: Wer unbezahlten Urlaub nimmt, erhält die Familienzulagen längstens für den laufenden und die folgenden drei Kalendermonate, sofern der Bruttojahreslohn das Minimum von CHF 7020 noch erreicht.

Lohndeklaration: Der durch den Arbeitgeber deklarierte Bruttojahreslohn vermindert sich durch den unbezahlten Urlaub – so werden weniger Beiträge einbezahlt, was je nach dem zu Beitragslücken bei der AHV, IV oder auch allfälligen Arbeitslosentaggeldern führen kann.

Ferien: Für jeden vollen Monat unbez. Urlaub verkürzt sich der Ferienanspruch um einen Zwölftel

Berufliche Vorsorge: In vielen Fällen bleibt der Arbeitnehmer noch 30 Tage gegen Invalidität und Tod versichert. Der Sparanteil für die Altersvorsorge wird in der Regel eingestellt. Meistens besteht die Möglichkeit auf eigene Kosten eine Versicherung gegen Invalidität und Tod auf begrenzte Dauer weiterzuführen

Unfallversicherung: Der Arbeitnehmer bleibt noch längstens 30 Tage im gleichen Umfang gegen Nichtberufsunfall versichert (Nachdeckung). Er kann den Schutz auf eigene Kosten beim Unfallversicherer des Arbeitgebers um 180 Tage verlänger (Abredeversicherung)

interessiert mich (Email an MSM; wir melden uns)