BVG bei Teilzeitstellen

Bekanntlich ist das BVG nicht befriedigend für Personen mit mehreren Stellen: Der Beitritt ist erst oberhalb einer bestimmten Eintrittsschwelle (gegenwärtig CHF 21’150.00) möglich. Versichert ist nur Lohn oberhalb des sog. Koordinationsabzugs (gegenwärtig CHF 24’675.-). Grund dafür ist, dass ja darunter die AHV besteht, die ein erstes tiefes Basiseinkommen sichert. Wer nun zwei oder mehr Teilzeitstellen hat, ist an jeder Stelle nur versichert, wenn er für diese Stelle allein die Eintrittsschwelle erreicht, und bei jeder Stelle nur für den Lohn oberhalb des Koordinationsabzugs, d.h. dieser vermehrfacht sich um die Anzahl Stellen. Man hat dann (verglichen mit jemandem gleichen Pensums an einer einzigen Stelle) ein zu tiefes oder gar kein BVG.

Das interdisziplinäre MSM Team hat sich seit längerem mit diesem Thema beschäftigt und schlägt folgende Lösung vor: Mit einem oder mehreren Arbeitgebern wird vereinbart, dass die Lücke mit freiwilligen Einzahlungen in ein bestehendes BVG geschlossen wird oder dass, wenn kein BVG besteht, eine vergleichbare Versicherungsform in der Dritten Säule eingerichtet wird. Für (teil-) Selbständigerwerbende sind ähnliche Lösungen denkbar. Wie die Vertragsklauseln genau aussehen müssen, und wie sie administrativ umgesetzt werden, ist auf die individuelle Situation abzustimmen. Gerne unterstützen wir Sie dabei.

Elsbeth Martin, dipl. Personalassistentin, Versicherungsbrokerin mit Finma Lizenz; e.martin@m-win.ch
Dr. Jürg Martin, Rechtsanwalt

Insolvenzentschädigung: Lohn von der ALV bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers

Bei Lohnausständen nach Vertragsende muss sofort betrieben und geklagt werden!

von hauser@m-win.ch und martin@-win.ch, Tel. +41 (52) 269 21 00

Wenn der Arbeitgeber nicht mehr zahlt, muss der Arbeitnehmer gewisse Massnahmen ergreifen, um den Ausstand einzufordern. Kommt er diesen Pflichten nicht hinreichend nach, verliert er seinen Anspruch auf Insolvenzentschädigung.

Gemäss Art. 55 Abs. 1 AVIG muss der Arbeitnehmer im Konkurs- oder Pfändungsverfahren alles unternehmen, um seine Ansprüche gegenüber dem Arbeitgeber zu wahren, bis die Kasse ihm mitteilt, dass sie an seiner Stelle in das Verfahren eingetreten ist. Danach muss er die Kasse bei der Verfolgung ihres Anspruchs in jeder zweckdienlichen Weise unterstützen, Art. 55 Abs. 2 AVIG.

Eine Verletzung dieser Schadenminderungspflicht kann zu einem Verlust des Anspruches auf Insolvenzentschädigung führen, wenn der versicherten Person vorsätzliches oder grobfahrlässiges Handeln oder Unterlassen vorgeworfen werden kann.

Während des Arbeitsverhältnisses wird in der Regel nicht verlangt, dass der Arbeitnehmer gegen den Arbeitgeber eine Betreibung einleitet oder eine Klage einreicht. Die Lohnforderung muss jedoch in eindeutiger und unmissverständlicher Form geltend gemacht werden. Wenn es sich um erhebliche Lohnausstände handelt oder mit konkretem Lohnverlust zu rechnen ist, sind weitere Schritte erforderlich.

Nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses muss der Arbeitnehmer schnell und konkret gegen den Arbeitgeber vorgehen, d.h. die offenen Lohnforderungen auf dem Vollstreckungsweg unmissverständlich einfordern. Tut sie dies nicht, verliert sie wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht ihren Anspruch auf Insolvenzentschädigung. Inwieweit Massnahmen zur Realisierung der Lohnansprüche für die versicherte Person aufgrund ihrer Schadenminderungspflicht zumutbar sind, wird nach den gesamten Umständen des Einzelfalles beurteilt. Nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses werden die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht strenger beurteilt als währenddessen. Dies rechtfertigt sich umso mehr, als es für den Arbeitnehmer nach der Auflösung des Arbeitsverhältnisses keinen Grund mehr gibt, von einer gezielten Geltendmachung der Lohnausstände abzusehen.

Die Pflicht alles zur Wahrung seiner Ansprüche zu unternehmen tritt gemäss Rechtsprechung (vgl. BGE 114 V 60) nicht erst im Pfändungs- oder Konkursverfahren ein, sondern schon vorher. Das heisst: Auch wenn niemand an einen Konkurs des Arbeitgebers denkt, dürfen z.B. Einigungsverhandlungen und der gute Wille, alles friedlich zu regeln nicht davon abhalten, sofort zu betreiben und klagen! Andernfalls muss man sich das später, wenn die Einigung nicht gelingt und der Arbeitgeber Konkurs gehen sollte, entgegenhalten lassen. Das bedeutet letztlich, dass man 4 Monatslöhne verliert. Auf einem anderen Blatt steht, ob diese strenge Praxis wirklich sinnvoll ist oder letztlich mehr schadet als nützt wegen dadurch provozierten Streit-/Gerichtsfällen.

Wenn Sie Hilfe bei der Durchsetzung Ihrer Forderungen brauchen, helfen wir Ihnen gerne weiter.

Interessiert mich (Email an sekretariat@m-win.ch; wir melden uns )

Der ideale Verwaltungsrat

Einen Verwaltungsrat ideal zusammenzustellen ist nicht einfach. Eine der Hürden ist, Kandidaten mit dem als richtig definierten Profil überhaupt zu finden. Dabei lassen wir uns bei Bedarf unterstützen durch www.vrmandat.com.

Weitere Informationen dazu geben folgende Links:

2016_skv_vrmandat

http://www.unternehmerzeitung.ch/uz-praxis/vr-praxis/ausgewogener-mix/

http://www.wirtschaftregional.li/liechtenstein/wirtschaft/Der-VR-aus-dem-Netz;art173,145900

Jürg Martin (martin@m-win.ch)

 

Fachanlass „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz“

Donnerstag, 27. Oktober 2016 von 18 bis ca. 20Uhr

Moderation: Jakob Bächtold, Stv. Chefredaktor Der Landbote

Wir laden Sie herzlich ein zu einem Fachanlass über die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz aus Sicht einer Betriebswirtin, eines Psychologen und des Juristen. Der anschliessende Apéro schafft Zeit für interessante Diskussionen.

Auf Ihr zahlreiches Erscheinen am Garnmarkt 10 in Winterthur freuen wir uns!

Programm

Anmeldung bitte bis 23.10.16 an success@msmgroup.ch

Страхование Вашего бизнеса в Швейцарии

Подготовила Кристина Гришина, grishina@m-win.ch, Tel. +41 (52) 269 21 00

 

Одним из главных пунктов создания малого и среднего бизнеса в Швейцарии является обязательное страхование не только работников фирмы, но и самого бизнеса. Данная статья поможет разобраться, какие виды страхования существуют, какие являются обязательным, а также какова процедура страхования.

В первую очередь различают два типа страхования: социальное как для фирмы, так и для ее работников и производственное. На вопрос какие же виды являются обязательными, а какие нет, ответит установление формы бизнеса. Таким образом, самостоятельные предприниматели, партнерства, товарищества и коллектиные общества с ограниченной отвественностью являются отвественными за свое социальное страхование. Однако в акционерных обществах или в обществах с ограниченной отвественностью не только компания, но и каждый работник является отвественным за обеспечение социального страхования. Работники не считаются самостоятельными предпринимателями в компании, поэтому в таком случае страхование будет считаться обязательным.

Впродолжении следует рассмотреть подвиды страхования для малого и среднего бизнеса. Первым является производственное страхование. Он дает возможность решить самостоятельно, какие типы рисков компания хочет покрыть. В производственное страхование включены: страхование гражданской отвественности или страхование активов, страхование имущества, техническое страхование, страхование здоровья, а также специальное швейцарское страхование рисков, связанных с экспортом.

Страхование гражданской отвественности или страхование активов является одним из самым важных видов, поскольку в каждой индустрии есть свои риски, такие как, например, некачественная продукция, риски загрязнения окружающей среды, заводские дефекты и так далее. Также в эту группу входит страхование при сбое производства, подразумевается, остановка работы машины, проблемы при транспортировке продукции и тому подобное. К тому же такое страхование покрывает финансовые последствия приостановки бизнеса (прямые затраты и упущеная прибыль).

Следущим видом страхования является страхование имущества, которое включает в себя страхование недвижимостии страхование движимого имущества (товары, оборудование, инструменты, компьюторы, транспортные средства и т.д.) Страхование здания является обязательным только в том случае, если оно является собственностью фирмы, в любюых других случаях применяется страхование движимого имущества, которое находится в собственности компании за исключением самой недвижимости. В основном страхование движимого имущества покрывает базовые повреждения при пожаре, краже и так далее.

В Швейцарии существует также отдельное страхование техники, которое покрывает ущерб, нанесенный техническому оборудованию, включая компьюторы, для которых доступны также разные другие решения страхования.

Одним из важных вопросов для компаний является страхование жизни и здоровья своих работников в случае болезни, несчастных случаев, инвалидности и летального исхода. Безусловно, такой вид страхования покрывает ущерб, если одно из перечисленных случилось в рабочее время и на рабоем месте.

Страхование экспортных рисков является одним из специальных типов в Швейцарии, который покрывает риски связанные с экспортом товаров как, например, коммерческие (несостоятельность клиента) или политические в стране назначения (чрезвычайное положение).

В Швейцарии существует еще множенство видов страхования, и система является достаточно сложной, что может потребовать помощи специалиста. Наша компания будет рада помочь Вам при выборе страхования, подходящему Вашему бизнесу.

 

  1. Versicherungen: Was ist obligatorisch, was sinnvoll?

https://www.kmu.admin.ch/kmu/de/home/praktisches-wissen/kmu-gruenden/firmengruendung/versicherungen.html

  1. Versicherungsarten

http://www.gruenden.ch/gruendungsetappen/vorbereitung/versicherung-und-vorsorge/versicherungsarten/

Мне интересно (info@msmgroup.ch)

 

Bore-out – Unterforderung im Berufsalltag

von e.martin@msmgroup.ch

Unterforderung im Berufsalltag kann genauso krank machen wie Überforderung, interessanterweise sogar mit ähnlichen Symptomen. Im Gegensatz zu Burnout-betroffenen Mitarbeitenden getrauen sich die Bore-out-Betroffenen weniger, damit zu einem Arzt oder ihrem Vorgesetzten zu gehen.

Was steckt dahinter, wenn Arbeitgeber ihre Mitarbeiter eigentlich nur „parkieren“, ihnen nicht genug Arbeit geben, sie unterfordern? Die Autoren Philippe Rothlin und Peter R. Werder nennen dieses Phänomen Bore-out. Dieser Begriff kommt von „boredom“ zu Deutsch Langeweile. Bore-out betroffen sind vor allem Menschen, welche an einem Schreibtisch arbeiten und Beschäftigung vortäuschen. Akten hin und her schieben, E-Mails sortieren, vielleicht auch ein Internet-Spiel spielen, sinnlos in irgendwelchen Dokumenten herumtippen, chatten und dabei immer sehr beschäftigt aussehen. Sie tun dies nicht etwa aus Faulheit, nein oft sind es sehr leistungsbereite, fleissige Mitarbeiter, welche betroffen sind.

Bore-out kann sich durch Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen oder die Unfähigkeit, das Leben zu geniessen, bemerkbar machen. Bore-out-Betroffene gehen nach einem langen Tag der sinnlosen Beschäftigung oft todmüde nach Hause. Der Stress der Unterforderung, der qualitativer oder quantitativer Art sein kann, kann auch körperliche Symptome hervorrufen, wie z.B. Magenbeschwerden, Schwindel, Tinnitus oder Kopfschmerzen. Dieser Zustand kann bis zu einer Erschöpfungsdepression gehen und schlussendlich zu einer Krankschreibung über lange Zeit.

Bore-out-Betroffene verstehen es oft sehr gut, ihren unglücklichen Zustand zu verbergen. Durch ausgeklügelte Strategien wirken sie immer sehr beschäftigt, ja zum Teil sogar überbeschäftigt. Sie sind oft sehr lange im Büro. Die direkten Vorgesetzten sind oft die letzten, welche den Zustand des Mitarbeitenden überhaupt bemerken.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/Zwei-unproduktive-Stunden-pro-Tag-sind-der-Durchschnitt/story/16930177

www.hrm.uzh.ch/static/fdb/uploads/ma_manuela_probst.pdf

interessiert mich (Email an MSM; wir melden uns)