Welche Aufgaben hat der interne oder externe Steuerspezialist in einem Unternehmen zu erfüllen?

MSM Content von Hans Rudolf Metzger, metzger@m-win.ch

Die Erfüllung der Tax Compliance kann als nachgeordnete Aufgabe der Buchhaltung verstanden werden. Oft sind die Verhältnisse aber komplexer.

 

Einleitung

Unter Tax Compliance werden die Anforderungen zur korrekten Erfüllung der Steuerpflicht, insbesondere der Mitwirkungspflichten im Steuerverfahren verstanden. Dazu gehört vor allem aber nicht ausschliesslich die Einreichung der Steuererklärung. Die Erledigung der Steuererklärung ist – so mag es in einfachen Fällen sein – nachgeordnete Aufgabe der Buchhaltung. Der Buchhalter reicht den unterzeichneten Jahresabschluss zusammen mit dem Steuererklärungsformular der Steuerverwaltung ein. Bei besonderen Sachverhalten müssen jedoch weitere, nachfolgend beschriebene Anforderungen beachtet und speziell behandelt werden. Sie zu prüfen und allenfalls abzuarbeiten ist Aufgabe des internen oder externen Spezialisten.

Mehrwertsteuer

Bereits nach Ablauf des ersten Quartals eines Steuerjahres ist die Mehrwertsteuer abzurechnen. Die Registrierung als Mehrwertsteuerpflichtiger, die Abrechnungsart und gewählten Optionen sind zu prüfen und zu beachten. Die Buchhaltung muss nachgeführt und die aus dem Buchhaltungssystem generierte Mehrwertsteuerabrechnung muss mit der Buchhaltung abgeglichen werden.

Gewinn- und Kapitalsteuern

Im Vorfeld aller steuerlichen Deklarationspflichten steht die Fristenkontrolle. Gesetzliche Einreichungsfristen sind einzuhalten und allenfalls rechtzeitig eine Fristverlängerung zu verlangen. Die Ratenzahlungen und provisorischen Abrechnungen sind zu überwachen und allenfalls dem effektiven Geschäftsverlauf anzupassen. Im Hinblick auf den Jahresabschluss sind die notwendigen Steuerrückstellungen zu berechnen. Bestehen Darlehen zwischen der Gesellschaft und Aktionären ist darauf zu achten, dass die Zinsen den aktuellen Minimal- bzw. Maximalanforderungen der Steuerbehörden entsprechen und möglichst auch tatsächlich bezahlt werden. Für die korrekte Erstellung der Steuerdeklaration sind bestimmte Entwicklungen fortzuschreiben. Dazu gehören die steuerlichen Abweichungen von der Handelsbilanz wie stille versteuerte Reserven auf Abschreibungen und Rückstellungen, die aus früheren Veranlagungen stammen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Steuerbilanz. Die Erträge aus Beteiligungen sind zur Berechnung des Beteiligungsabzugs gesondert zu ermitteln. Investitionen in Beteiligungen werden vorteilhafterweise auch jährlich fortgeschrieben, selbst wenn sie für die konkrete Veranlagung nicht benötigt werden. Seit der Verkauf einer Beteiligung auch zum Beteiligungsabzug berechtigt, ist dies zur Ermittlung der Gestehungskosten notwendig. Alle Entschädigungen an Aktionäre wie Saläre, Spesen, Verwaltungsratsentschädigungen und andere Leistungen sind zu erheben und speziell zu deklarieren. Dazu gehören auch Darlehen und deren Verzinsung zwischen der Gesellschaft und den Aktionären.

Weitere Ausführungen zum Kapitaleinlageprinzip, den Stempelabgaben, den Kantonalen Grundstückgewinnsteuern und der Doppelbesteuerung etc. folgen.

interessiert mich (Email an MSM; wir melden uns)

 

 

Investitionsgelegenheit: Revolutionäres Konzept für günstiges Wohnen im Alter

Das Konzept „ Rentner Immobilien Schweiz“ (gegenwärtig Trübu GmbH; CHE‑110.591.129) ist eine Vision der Zukunft für das Alter seiner Mitglieder. Es sollen Immobilien erworben, saniert und über einen Zeitraum von ca. 15 Jahren gewerbsmässig vermietet werden. Die teils auch fremdfinanzierten Immobilien werden sodann zur Bewohnung an die Mitglieder abgegeben, welche nur noch für die halbe Miete aufkommen müssen. Das Konzept finanziert sich über die monatlichen Mitgliederbeiträge, welche während mindestens 15 Jahren entrichtet werden. Es wird angestrebt, dass mindestens 3% der Bevölkerung mitmacht.
 Zur Umsetzung werden Investoren gesucht, die in ein innovatives Unternehmen investieren wollen, das über eine hochgradig solide Eigenmittel-Deckung verfügen wird. Die Details in rechtlicher und finanzieller Hinsicht sind noch zu erarbeiten. Grössere Investoren können also Einfluss auf die endgültige Gestaltung des Vorhabens nehmen.

Initiator: Hans Dürig, hans.duerig@gmx.ch, Tel. 0763031477.

Interessiert mich, Email an sekretariat@m-win.ch

 

 

Hyposcout AG: Hypotheken von Privatinvestoren

Die Hyposcout AG (www.hypo-scout.ch) ist ein national agierendes Unternehmen, welches als Vermittlungsplattform Kapitalnehmer und Kapitalgeber im Bereich von Zweitranghypotheken zusammenführt. Es handelt sich um eine zu füllende Marktlücke in der Schweiz. Die Hyposcout AG nimmt eine Vorreiterrolle ein und revolutioniert den Markt für Zweithypotheken/ Nachganghypotheken.

von Jürg Martin, martin@msmgroup.ch

Bankmonopol und Kontoeröffnungs-Pflicht

Banken werden zunehmend selektiv beim Eröffnen von Gründungs- und Kapitalerhöhungs- Sperrkonti. Da sie ein Monopol darauf (und generell auf die Kontoführung im Zahlungsverkehr) haben, müssten sie verpflichtet sein, solche (und andere) Konti zu eröffnen und offen zu halten, wenn kein gesetzliches Hindernis besteht.

Zahlreiche Erfahrungen in den letzten Jahren zeigen: Bei Gründungen und Kapitalerhöhungen wird es immer schwieriger, überhaupt die erforderlichen Sperrkonti zu bekommen. Sie dürfen nur bei einer Schweizer Bank eröffnet werden; Art. 633 OR bestimmt: „Einlagen in Geld müssen bei einem dem Bankengesetz vom 8. November 1934 unterstellten Institut zur ausschliesslichen Verfügung
der Gesellschaft hinterlegt werden.“ Generell dürfen nur dem Bankengesetz unterstehende Institute gewerbsmässig Einlagen aus dem Publikum entgegennehmen, d.h. Konti führen (Art. 1 Abs. 2 BankG).

Der regulatorische Rahmen für die Banken wird laufend enger. Es tut sich bei nicht ganz standardmässigen Fällen aber zusätzlich eine wachsende Lücke auf zwischen dem, was die Banken dürfen, und dem, was sie bereit sind, anzubieten.  Sie wird verursacht durch Risiko- und Renditeüberlegungen. Beispiele sind die Teilnahme ausländischer Investoren, länger dauernde Phasen der Kapitalaufnahme (für die im OR extra die Möglichkeit des genehmigten Kapitals geschaffen wurde!) und die Platzierung von Aktien im Publikum. Das sind alles gesetzeskonforme, volkswirtschaftlich erwünschte, ja wichtige Vorgänge, die einer Bank aber einen etwas höheren Abklärungs- und Kontroll-Aufwand und etwas höhere Risiken bringen. Da mit Jungunternehmen sowieso kaum Geld zu verdienen ist, führt die rein betriebswirtschaftliche Betrachtung rasch dazu, die Eröffnung solcher Konti einfach zu verweigern, oder unerfüllbar hohe Hürden zu setzen. Als Begründung werden meist nur „geschäftspolitische Gründe“ angegeben.

Dieses betriebswirtschaftlich wohlbegründete, normalerweise absolut legitime Verhalten kann aber dort nicht angehen, wo kein funktionierender Markt herrscht, zum Beispiel bei Monopolen. Wie bei der Grunddeckung der Krankenkassen müsste auch beim Kontoführungsverkehr ein Kontrahierungszwang bestehen: Wenn es einer Bank gesetzlich erlaubt ist, muss sie ein Konto eröffnen, selbstverständlich zu angemessenen Bedingungen, d.h. die Kontoführung darf in solchen Fällen teurer sein, aber nicht prohibitiv.

Schön wäre, wenn sich die Banken (wie dereinst bei der VSB) freiwillig zu einem solche Codex durchringen könnten. Andernfalls sollte der Gesetzgeber eingreifen und entweder das Monopol aufheben oder ein Recht auf Kontoeröffnung einführen. Es wäre verdienstvoll, wenn sich eine Partei dieses Problems annähme.

Fintech

Der Bundesrat konkretisiert die Pläne zur Verringerung der Markteintrittshürden für Fintech-Unternehmen

Die Zukunft des Finanzmarktes liegt in der Digitalisierung, so zumindest nach Fazit der gestrigen Sitzung, in welcher sich der Bundesrat für Erleichterungen bei den regulatorischen Rahmenbedingungen für Anbieter von innovativen Finanztechnologien ausgesprochen hat.

Das Konzept Fintech soll für Innovation stehen. Das EFD hat nach entsprechender Beauftragung des Bundesrates Markteintrittshürden für Anbieter von innovativen Finanztechnologien identifiziert. Die Erfüllung der Bedingungen zum Erhalt einer Bankenbewilligung gemäss BankG, stellt für Fintech-Unternehmen eine nicht zu überwindende Hürde dar, insbesondere wenn nur gewisse Elemente einer Banktätigkeit wahrzunehmen beabsichtigt werden. Die Umgehung der Bewilligungspflicht stellt die Akteure wiederum in einen Raum der Rechtsunsicherheit.

Um dem regulatorischen Handlungsbedarf zur Verringerung dieser Rechtsunsicherheit gegen zu steuern, beabsichtigt der Bundesrat nun Anpassungen in drei Teilbereichen der Regulierung einzuleiten:

Ausweitung der Frist für Abwicklungskonten

Abwicklungskonten gelten heute unter gewissen Umständen nicht als Einlagen. Die von der FINMA festgesetzte Frist liegt dabei bei sieben Tagen, jedoch dauert die Mittelbeschaffung für ein Crowdfunding-Projekt in der Regel länger. Eine neue, verlängerte Frist von 60 Tagen soll für Abwicklungskonten auf Verordnungsstufe (BankV) festgelegt werden. Diese Anpassung soll nicht nur für Fintech-Unternehmen gelten.

Ausdehnung des bewilligungsfreien Raums

Mit der geltenden Regulierung können von höchstens 20 Personen bewilligungsfrei Gelder entgegengenommen werden. Fintech-Geschäftsmodelle richten sich allerdings oft an mehr als 20 Personen, dabei verhindern regulatorische Anforderungen das Testen von Geschäftsideen. Die Höhe der bewilligungsfreien Entgegennahme von Einlagen soll auf bis zu einem Gesamtwert von CHF 1 Mio. festgesetzt werden. Geldwäschereianforderungen müssen dabei erfüllt werden und die Anbieter werden die Kunden über die Absenz einer Überwachung durch FINMA zu informieren haben.

Fintech-Lizenz als erleichterte Bewilligung

Die Erlangung und Einhaltung einer Bankenbewilligung ist mit hohen Kosten verbunden. Obwohl sie kein bankentypisches Aktivgeschäft mit Fristentransformation ausüben, setzten viele Fintech-Geschäftsmodelle eine Bankenlizenz voraus. Für Institute, die kein bankentypisches Geschäft betreiben, soll eine neue Fintech-Lizenz für Einlagen bis zu CHF 100 Mio bewilligt werden. Die Einlagen dürfen dabei nicht angelegt oder verzinst werden und ein Mindestkapital von 5% der Einlagen, mindestens aber CHF 300‘000, wird einzuhalten sein.

Aus diesen Regulierungsanpassungen verspricht sich der Bundesrat für Nicht-Banken neue Geschäftsmöglichkeiten, sowie für Banken und Nicht-Banken die Erweiterung der Sandbox zur Erprobung innovativer Geschäftsideen. Aus der Befreiung der Einhaltung aufwendiger Vorschriften, ergeben sich Zugang zum Kreditgeschäft und tiefe Compliance-Kosten. Somit sind insgesamt attraktivere Voraussetzungen für Investitionen im Bereich Crowdfunding zu erwarten.

Im Ausblick steht die Ausarbeitung einer Vernehmlassungsvorlage im Frühjahr 2017.

Quelle: Eidgenössisches Finanzdepartement

https://www.efd.admin.ch/efd/de/home/dokumentation/nsb-news_list.msg-id-64356.html

von MLaw Joannis Zanella / success@msmgroup.ch

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