Anlassreihe über Mantelhandel

Martin Rechtsanwälte führt zusammen mit sbsteuern Anlässe über das aktuelle und brisante Thema «Mantelhandel» durch.

Wann & Wo

  • am 11.09.19 in Neuhausen, Bad. Bahnhofstr. 16, Zimmer 226, 18.00 Uhr
  • am 12.09.19 in Zürich, Mainaustrasse 30, (2.OG), 18.00 Uhr
  • am 24.09.19 in Frauenfeld, Thundorferstrasse 3, 17.30 Uhr
  • am 25.09.19 in Winterthur, Garnmarkt 10, (1.OG), 17.30 Uhr

Es erwarten Sie eine kurze, informative Präsentation, Fragerunde und Diskussion mit Experten aus diversen Rechtsgebieten, ein Apéro und anschliessendes Networken.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und bitten Sie, sich bis am 30. August anzumelden bei sekreatariat@m-win.ch. Der Unkostenbeitrag ist 40.-; die Anlässe finden ab 15 Teilnehmern statt.

MSM Investorenvereinigung beim EHCW

Die Vereinsversammlung 2019 der MSM Investorenvereinigung ist geplant

am Dienstag, 12.11.2019 um 1630 Uhr
in der Löwen-Lounge, Zielbau Arena (Eisstadion), Grüzefeldstrasse 30, 8400 Winterthur.

Ab 1700 geht es weiter mit

  • Apéro
  • Informationen des Geschäftsleiters des EHCW zu Stadion, Verein und Mannschaft
  • Unternehmens- und Knowhow-Präsentationen
  • Fondue-Plausch (à Discrétion)
  • Eishockeyspiel EHCW gegen HC La Chaux de Fonds

Unkostenbeitrag: CHF 88.- inkl. Apéro, Wein zum Essen und andere Getränke. Ohne Essen: Minus 55.-

Definitive Anmeldung erbeten bis 20. August.
(wir können den Anlass nur abhalten bei mindestens zehn Anmeldungen mit Essen).

Spätere Anmeldungen sind noch möglich (Unkostenbeitrag dann 111.-); bei Abmeldung ist der Beitrag trotzdem geschuldet.

Detailliertes Programm folgt. Gäste und Interessenten sind willkommen.

Wir freuen uns auf einen interessanten und geselligen Anlass und hoffen auf rege Teilnahme!

MSM Investorenvereinigung / J.Martin; martin@m-win.ch

Swiss Cooper GmbH: MSM füllt die Lücke zwischen Startup und Börse

Neue Unternehmen, die rasch wachsen und ihre Anteile an eine Börse bringen wollen, werden in der Schweiz mit Vorteil als Aktiengesellschaft gegründet. Zu Beginn haben sie einen oder wenige Aktionäre; neue kommen nach und nach dazu. Alles ist einfach und übersichtlich.

Wenn die Zahl der Aktionäre aber zweistellig wird und es vielleicht verschiedene Kategorien bezüglich Motivation, Erwartungen oder Rechte der Aktionäre gibt, wird die Sache komplizierter. Neue Fragen stellen sich auch, wenn einzelne Aktionäre ihre Beteiligung verkaufen wollen. Das Bedürfnis nach Information und Handelbarkeit der Aktien beginnt: Eine erste Stufe auf dem Weg zum Börsengang. Diese Stufe und die weiteren sollten gut vorbereitet und jederzeit sauber dokumentiert sein. Das überfordert die Jungunternehmen und oft auch ihre nicht spezialisierten bisherigen Berater.

Die MSM Gruppe ist seit langem in diesem Bereich tätig und hat nun für Dienstleistungen in dieser anspruchsvolle Phase eine eigene Tochtergesellschaft gegründet: Die Swiss Cooper GmbH. Sehr schlank gestartet, konnte sie schon im ersten vollen Geschäftsjahr die Gewinnschwelle überschreiten. Sie bietet folgende Leistungen:

  • Schaffung von Bucheffekten: Die Aktien werden „dematerialisiert“, bekommen eine Wertpapier-Kennnummer und können in Bankdepots eingebucht werden.
  • Kursmeldungen: Basierend erstmals auf einer betriebswirtschaftlichen Unternehmensbewertung und danach auf echt erfolgten Geschäften veröffentlicht Swiss Cooper den Wert der Aktien auf gegenwärtig ca. 30 Internet-Plattformen von Börsen, Banken und ähnlichen Instituten.
  • OTC Kotierung: Es gibt eine Vielzahl von börsenähnlichen und vorbörslichen Einrichtungen, die sich für gereifte Startups und andere KMU eignen. Swiss Cooper hilft, die geeignete(n) zu finden, sich dort zu listen und danach den damit verbundenen Pflichten dauernd nachzukommen.
  • Die Themen Blockhain, Token, ICO, ITO etc. verfolgen wir interessiert, werden aber erst aktiv, wenn sich die Rechtslage, bedeutende Akteure, best Practices etc. herausgebildet haben.

Natürlich geht jeder Dienstleistung eine Analyse der Situation voraus, damit sie in ein wohl strukturiertes Umfeld eingebettet werden kann. Wo nötig erbringen verbundene Unternehmen aus der MSM Gruppe die erforderliche Unterstützung.

Swiss Cooper ermöglicht ihren Kunden, ihre Aktionäre besser zu informieren und ihnen grössere Flexibilität zu bieten. Mit den Bucheffekten kann auch die Einstellung von Banken und anderen Vermögensverwaltern zu solchen Direktinvestments verbessert werden, weil sich das von ihnen verwaltete Depotvermögen nicht mehr mindert durch die Investition. Letztlich erleichtert sich dank all dem das Finden von Investoren durch die Dienstleistungen der Swiss Cooper GmbH.

von Jürg Martin, martin@m-win.ch

Mantelhandel zum zweiten und weitere drohende Überregulierungen

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 26. Juni 2019 die Botschaft zum Bundesgesetz über die Bekämpfung des missbräuchlichen Konkurses verabschiedet (Medienmitteilung; Links zu Entwurf und Botschaft: https://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/aktuell/news/2019/2019-06-26.html). Darin eingepackt ist auch das „Verbot des Mantelhandels“ durch folgende Änderungen im OR:

Art. 684a Die Übertragung von Aktien ist nichtig, wenn die Gesellschaft ohne vorgängige Auflösung liquidiert und aufgegeben wurde.
Art. 787a Die Übertragung von Stammanteilen ist nichtig, wenn die Gesellschaft ohne vorgängige Auflösung liquidiert und aufgegeben wurde.

Als Steuerpflichtiger und Rechtsunterworfener hofft man, das Parlament lehnt diese unüberlegten Schnellschüsse ab. Als Anwalt kann ich mich aber nur darauf freuen; das dürfte Arbeit geben. Man stelle sich vor, was die Rechtsfolgen sind, wenn ein Gericht 5 Jahre nach einer Übertragung bestimmt, dass sie nichtig war…

Auch dies scheint unüberlegt (betr. Opting Out von der Revisionspflicht): Art. 727 a Abs. 2 zweiter Satz 2 „… Der Verzicht gilt nur für künftige Geschäftsjahre und muss vor Beginn des Geschäftsjahres beim Handelsregisteramt angemeldet werden.“
Wenn man bedenkt, dass es ja nur gilt, wenn jeder einzelne Aktionär zugestimmt hat, und gegen das eigentliche Thema Konkursreiterei auch die Revisionsstelle nachträglich nichts mehr unternehmen kann …

Und dann noch ganz am Schluss: „Öffentlich-rechtliche Gläubiger sollen neu wählen können, ob eine Betreibung auf Pfändung oder auf Konkurs fortgesetzt wird, wodurch über überschuldete Gesellschaften vermehrt der Konkurs eröffnet werden soll (Art. 43 E-OR).“ Der eine Steuerschuld behauptende (und dafür sich selbst Rechtsöffnung erteilende!) Staat soll also künftig Unternehmen in den Konkurs treiben können. Auch hier denke ich: Als Staatsbürger NEIN !!! Aber als Steuerberaterin kann man sich wohl freuen.

Auch die Botschaft ist interessant zu lesen: Alles segelt unter der Flagge «Konkursreiterei», und es herrscht das altbekannte Argument für staatliche Überregulierung vor: Küchenmesser können auch zum Morden verwendet werden, also muss man sie verbieten.

Jürg Martin martin@m-win.ch

STAF

von leicht@m-win.ch, Tel. +41 (52) 269 21 00

Die Stimmberechtigten haben am 19. Mai dem Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) mit 66,4 % Ja-Stimmen gegen 33,6 % Nein-Stimmen zugestimmt. In Wegfall kommen die Steuerprivilegien für Unternehmen mit Steuerstatus und künftig werden alle Firmen gleich besteuert, was für die Unternehmen mit Steuerstatus eine Erhöhung und für die bisher ordentlich besteuerten Unternehmungen eine Steuerentlastung mit sich bringt.

Allgemein bedauert wird, dass an dieser bedeutsamen Abstimmung nur 42,7 % der Stimmberechtigten teilnahmen und insbesondere jüngere Wähler, die später die Lasten der AHV zu schultern haben, der Abstimmung fernblieben.

Im Kanton Zürich bedarf es noch der Umsetzung. Als Termin für die Abstimmung ist der 1. September 2019 im Gespräch, damit das Gesetz zum 1 Januar 2020 in Kraft treten kann. Angenommen wurde die Vorlage schon in Genf, Solothurn und Bern haben sie auf kantonaler Ebene abgelehnt.

Hier seien nur ein paar STAF-Kernpunkte genannt:

Der Kanton Zürich erhält durch das neue Gesetz neben den Baukastenbestandteilen «Patentbox» und dem «Forschungs & Entwicklungs (F&E) – Abzug», auch noch den optionalen kantonalen Abzug für Eigenfinanzierung (auch «lex Zürich» genannt). Damit können im Kanton Zürich eigenkapitalfinanzierte Unternehmungen unter gewissen Voraussetzungen nahezu die gleichen Kosten, wie bei einer Fremdfinanzierung, steuerlich in Abzug bringen.

Ziel ist es nach Aussagen aus der Finanzdirektion des Kantonalen Steueramtes Zürich, höchst mobile, wertschöpfungsintensive, innovative Unternehmungen am Standort Zürich zu halten. Dies, weil das neue Unternehmenssteuerrecht eine Angleichung der Steuersätze in den Kantonen mit sich bringt und hierdurch der kantonale Wettbewerb verschärft wird. Daher erfolgt im Kanton Zürich auch eine Satzreduktion bei der Einfachen Steuern von 8% auf 7% ab 2021 und ab 2023 ist eine weitere Reduktion auf 6% geplant, was aber einer neuen Volksabstimmung unterliegen wird. Der effektive Steuersatz wird bei maximaler Entlastung ab 2023 in der Stadt Zürich auf 10,94% sinken. Bei der ordentlichen Besteuerung sinkt der effektive Steuersatz von 21,25% ab 2023 auf 18,19%. Bei der für den 1. September geplanten kantonalen Abstimmung wird aufgrund der moderaten Senkung  des Gewinnsteuersatzes politischer Konsens erwartet.

Schon jetzt empfiehlt es sich für Unternehmungen, die Umsätze mit Produkten mit Patentschutz (CH, EU, gleichgestellte ausl. Patentrechte) oder Produkten mit Patenten für einzelne Bestandteile (der berühmte patentierte Scheibenwischer am Kraftfahrzeug) machen, die Umsätze und F&E-Kosten zu dokumentieren. Auch für Produkte mit einzelnen patentgeschützten Bestandteilen gilt die «Patentbox»-Entlastung. Ferner bieten sich neue Gestaltungsmöglichkeiten und Unternehmungen sollten sich Gedanken über die Verwendung oder den Einbau neuer Patente in bereits vorhandene Produkte machen. Für Unternehmungen, die in der Schweiz forschen und entwickeln, insbesondere Software-Entwickler, die nicht in den Genuss der «Patentbox» kommen und in der Schweiz F&E-Kosten aufwenden, empfiehlt es sich gleichfalls mit nachhaltigen Aufzeichnungen zu beginnen und schon jetzt wegen der Komplexität der Materie fachlichen Rat einzuholen. Bei der «Patentbox» beträgt die jährliche Entlastung 90% während der 20-jährigen Laufzeit von Patenten, beim F & E – Abzug immerhin 50%. Zusammen mit dem Abzug für Eigenfinanzierung können Steuern in erheblichem Umfang «gespart» werden. Insgesamt ist die Entlastung auf 70 % des erzielten Jahresgewinnes begrenzt.

Am Rande sei erwähnt, dass Gesellschaften mit kantonalem Steuerstatus für eine Übergangszeit steuerneutral stille Reserven aufdecken können. Der optimale Übergang zur ordentlichen Besteuerung hängt bei den Statusgesellschaften von zahlreichen spezifischen Umständen und dem jeweiligen kantonalen Recht ab.

Die Mehrbelastung von Unternehmungen und Arbeitnehmern bei der AHV um jeweils 0,15 % ist dagegen marginal und führt zu jährlichen Mehreinnahmen der AHV von 2 Mrd. Franken.

Interessiert?  (Email an sekretariat@m-win.ch; wir melden uns )

Steuererklärung: Internet ersetzt Briefpost nicht

von metzger@m-win.ch, Tel. +41 (52) 269 21 00

Die Steuererklärung kann man schriftlich auf dem zugeschickten Formular ausfüllen – oder auf dem Computer. Einige Kantone stellen dafür eine Software zur Verfügung, einige sogar eine Cloud, in der man persönliche Daten übermittelt.

Ob schriftlich oder elektronisch: In beiden Fällen muss man zuerst die nötigen Belege zusammensuchen. Dokumente wie Lohnausweis, Bestätigungen für Einzahlungen in die 3. Säule oder Einkaufsbeiträge in die 2. Säule sind der Steuererklärung beizulegen. Wer sie online einreicht, muss die Papiere einscannen.

Das elektronische Ausfüllen erleichtert die Arbeit, indem das Programm Daten aus dem Vorjahr übernimmt. Dazu gehören Bankkonten, Wertschriften oder Steuerwerte der Liegenschaften. Und man muss weniger rechnen. Das Programm kann Zahlungen addieren oder subtrahieren.

Doch jede Automatisierung birgt neue Fehlerquellen: Die Wertschriften aus dem Vorjahr sind vielleicht ganz oder teilweise verkauft, der Steuerwert von vermieteten Liegenschaften hat sich verändert. Und vom Programm vorgegebene automatische Pauschalabzüge lassen vergessen, dass die effektiven und belegbaren Kosten zum Beispiel für den Unterhalt von Liegenschaften, Krankheitskosten oder Weiterbildung womöglich höher sind, als die vom Computer eingesetzten Pauschalen.

Übrigens ganz ohne Papier geht es auch beim elektronischen Einreichen nicht. Im Kanton Zürich zum Beispiel: Sobald die Daten ans Steueramt übermittelt sind, erhält der Steuerpflichtige elektronisch eine Empfangsquittung. Diese muss er unterschreiben und zurückschicken. Nicht per E-Mail – sondern aus Sicherheitsgründen per Post.

Und zu guter Letzt: Eine umfassende Steuerberatung inklusive Ausfüllen der Steuerformulare durch eine Fachperson – zum Beispiel bei der MSM Group AG – kann in bestimmten Fällen verhindern, dass man zu viel Steuern bezahlen muss.

Interessiert? (Email an sekretariat@m-win.ch; wir melden uns )