Bekanntlich ist das BVG nicht befriedigend für Personen mit mehreren Stellen: Der Beitritt ist erst oberhalb einer bestimmten Eintrittsschwelle (gegenwärtig CHF 21’150.00) möglich. Versichert ist nur Lohn oberhalb des sog. Koordinationsabzugs (gegenwärtig CHF 24’675.-). Grund dafür ist, dass ja darunter die AHV besteht, die ein erstes tiefes Basiseinkommen sichert. Wer nun zwei oder mehr Teilzeitstellen hat, ist an jeder Stelle nur versichert, wenn er für diese Stelle allein die Eintrittsschwelle erreicht, und bei jeder Stelle nur für den Lohn oberhalb des Koordinationsabzugs, d.h. dieser vermehrfacht sich um die Anzahl Stellen. Man hat dann (verglichen mit jemandem gleichen Pensums an einer einzigen Stelle) ein zu tiefes oder gar kein BVG.

Das interdisziplinäre MSM Team hat sich seit längerem mit diesem Thema beschäftigt und schlägt folgende Lösung vor: Mit einem oder mehreren Arbeitgebern wird vereinbart, dass die Lücke mit freiwilligen Einzahlungen in ein bestehendes BVG geschlossen wird oder dass, wenn kein BVG besteht, eine vergleichbare Versicherungsform in der Dritten Säule eingerichtet wird. Für (teil-) Selbständigerwerbende sind ähnliche Lösungen denkbar. Wie die Vertragsklauseln genau aussehen müssen, und wie sie administrativ umgesetzt werden, ist auf die individuelle Situation abzustimmen. Gerne unterstützen wir Sie dabei.

Elsbeth Martin, dipl. Personalassistentin, Versicherungsbrokerin mit Finma Lizenz; e.martin@m-win.ch
Dr. Jürg Martin, Rechtsanwalt

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