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Mit Konkurseröffnung (Art. 209 SchKG) bzw. mit Bewilligung einer Nachlassstundung hört der Zinsenlauf gegenüber dem Schuldner auf (Art. 297 Abs. 3 SchKG).

Für pfandgesicherte Forderung läuft der Zins auch danach bis zur Verwertung des Pfandes weiter, sofern und soweit der Pfanderlös ausreicht, um nach Deckung des Kapitals, der Betreibungskosten und des verfallenen Zinses auch den Zins zwischen dem Insolvenzereignis und der Verwertung zu decken (Art. 209 Abs. 2 SchKG).

Nachträgliche Berücksichtigung von Zinsforderungen

Soweit jedoch ein Aktivenüberschuss im weiteren Sinn vorliegt, kommen die Regeln über den Zinsstopp in der Generalexekution nicht (mehr) zur Anwendung. Der Aktivenübeschuss ist vielmehr in erster Linie zur Deckung der Zinsen für die Zeit zwischen dem Insolvenzereignis und der vollständigen Bezahlung der Insolvenzforderungen zu verwenden. Diese Grundsatzfrage, ob bzw. dass der Aktivenüberschuss zur Deckung von Zinsforderungen zu verwenden ist, ist eine vollstreckungsrechtliche Frage, weshalb die SchKG-Aufsichtsbehörden (Art. 13 SchKG) im Beschwerdeverfahren (Art. 17 ff. SchKG) darüber entscheiden können.

Für welche Forderungen überhaupt und in welcher Höhe Zinsen auszurichten sind, richtet sich dagegen nach dem materiellen Recht. Bei internationalen Sachverhalten ist allenfalls vorab nach den Regeln des IPRG zu bestimmen, welchem Recht die Zinsforderungen unterstehen. Bei Forderungen aus öffentlichem Recht bestimmt sich nach diesem, ob bzw. ab wann welcher Zins geschuldet ist.

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